Aktuelles

30.05.2017: Indische Maiandacht in Heiligenbrunn

Eine außergewöhnliche Maiandacht wurde am vergangenen Sonntag in Heiligenbrunn gefeiert. Unter die über 100 Teilnehmer mischten sich Frauen in bunten Saris, und Männer in Dhotis, dem landestypischen indischen Beinkleid. Keine indischen Touristen auf Bayern-Reise, sondern Mitglieder der 30-köpfigen Reisegruppe des Pfarrverbands Fürstenzell, die im Januar in die Heimat von Pfarrvikar Pater Joseph nach Tamilnadu in Südindien fuhren. Als Andenken brachten sie diese indische Trachten mit.

Auf ihrer Reise besuchten sie auch Vailankanni, den wichtigsten katholischen Wallfahrtsort Indiens, der als "Lourdes des Ostens" gilt. Dort soll es drei Marienerscheinungen gegeben haben, und die dortige Basilika ist der Gottesmutter Maria geweiht, wie Pater Joseph und Pfarrer Christian Böck in ihren Ansprachen ausführten. Die Basilika wird von Christen, Moslems und Hindus gleichermaßen besucht, zahlreiche Pilger kommen dorthin, um für die Heilung ihrer Krankheiten zu  beten.  An diesem Ort feierte die bayerische Reisegruppe einen Gottesdienst und gelobte, dass sie nach ihrer Rückkehr in Heiligenbrunn eine Maiandacht abhalten werde. Dieses Versprechen wurde nun eingelöst. In Gebeten wurde der Gottesmutter für die gesunde Heimkehr gedankt, der Kirchenchor unter Leitung von Rosemarie Krautloher umrahmte die Andacht musikalisch. Zum Schluss brachten die Indien-Fahrer der Madonna in der Kapelle Blumengeschenke dar, ehe Pater Joseph mit einem indischen Marienlied diese besondere Andacht beendete.

Abgerundet wird die Erinnerungsveranstaltung noch mit einem kulinarischen indischen Abend, welcher vom Jägerwirther Kirchenpfleger Alois Wimmer im Pfarrgarten ausgerichtet wird. Die Teilnehmer sollen hierbei auch sensibilisiert für die weltweiten Ernährungsprobleme und deren Bewältigung in guter „indischer Tradition“.

 

15.05.2017: Segen für den Moses-Bibelgarten

Pfarrvikar P. Joseph Amalraj segnete, assistiert vom Pfarrpraktikanten Florian Haider, nach dem Gottesdienst am Samstagabend den Moses-Bibelgarten in Jägerwirth ein. Das Bibelgarten-Team hatte bereits vor Ostern die nicht winterharten botanischen Raritäten aus dem Winterlager in den Bibelgarten transportiert und wieder eingepflanzt, so zum Beispiel die Granatäpfel, Olivenbäume, Pistazien, den Feigenbaum, den Zitronenstrauch und den Oleander.

Dank galt der Familie Preiß, die inmitten des Wintereinbruchs in der Osterwoche die Pflanzen abgedeckt hatte und so Erfrierungen verhindern konnte. Die noch empfindlicheren Sukkulenten aus dem Bestand von Gerhard Niederhofer waren erst am Samstagvormittag eingepflanzt worden. Die Gruppe um Hermann Niederhofer gestaltete wieder eine ansprechende Wüstenlandschaft. Eine Kindergruppe darf am kommenden Sonntag die Gemüsebeete bepflanzen. Die Kräuter und Hülsenfrüchte verschaffen den Besuchern des Bibelgartens Einblicke in die Lebensbedingungen zur biblischen Zeit.

Führungen für SchulklassenNun startet der Jägerwirther Moses-Bibelgarten in die neue Saison. Die Besucher können über die sechs Stationen des Gartens die biblische Erzählung vom Auszug aus Ägypten auf eine ganz sinnenreiche Weise erleben, seltene biblische Pflanzen sehen, riechen und schmecken und sich für die eigene Gartengestaltung anregen lassen. Derzeit bezaubert die Manna-Tamariske mit ihren hellrosa Blüten die Besucher, und auch die Knospen des Diptams springen bereits auf. Es haben sich bereits einige Gruppen für Besichtigungen angemeldet

Im Anschluss an die Einweihung waren alle Gottesdienstbesucher zu einem Umtrunk im Jägerwirther Moses-Bibelgarten eingeladen, den Kirchenpfleger Alois Wimmer vorbereitet hatte. Kredenzt wurden eine Poncirus- und eine Waldmeister-Schorle sowie selbst gebackenes Sauerteig-Brot mit einem Bärlauchaufstrich.

Der Bibelgarten kann jederzeit besichtigt werden; auch private und Gruppenführungen, etwa für Schulklassen, Pfarreigruppen oder Gartenbauvereine, sind möglich: Anmeldung hierfür unter 08502/910410 (Text und Foto: Hans Mendl)

 

09.05.2017: Acht Kinder zum ersten Mal am Tisch des Herrn

Acht Jägerwirther Grundschulkinder empfingen am vergangenen Sonntag zum ersten Mal die heilige Kommunion: (vorne v.li.) Natalie Gabriel, Daniel Sittinger, Marie Ratzinger, Anna Reindl; (hinten v.li.) Maxi Feldl, Nina Ratzinger, Emily Denk und Lukas Sonnleitner.

Pfarrvikar Pater Joseph zelebrierte den Gottesdienst unter dem Motto „Christus ist der Weinstock, ihr seid die Reben“. Seine bildliche Botschaft an die Kinder: „Wer viel Nährstoffe aus dem Weinstock saugt, wird zu einer guten Frucht werden“. In einem Sprechspiel demonstrierten die Kommunionkinder mit dem selbstlosen, gegenseitigen Weiterschenken eines Korbs voller Weintrauben an einen besonderen Freund aus der Gruppe und dem anschließenden Beschluss, die Trauben nun gemeinsam zu verzehren, den hohen Wert von Freundschaft und Gemeinschaft. Auch diesen Gedanken nahm Pater Joseph in seiner Predigt auf: „Durch Eure Taufe seid ihr eine Gemeinschaft mit Gott eingegangen, später eine Gemeinschaft mit Euren Eltern, Verwandten und Freunden, und am heutigen Tag der hl. Kommunion eine spezielle Gemeinschaft mit Jesus Christus“.

Pater Joseph dankte allen, die dieses festliche Ereignis mitgestalteten: Den Tischmüttern um Michaela Mendl, Gisela Hausmann, Anja Kessler, Petra Rosenauer, Irmgard Kapsner und Jutta Fischer, die die Kinder seit mehreren Wochen auf den Tag der Erstkommunion vorbereiteten, dem Rhythmo-Chor unter Leitung von Petra Thaller und den freiwilligen Helfern, die den Stehempfang nach dem Gottesdienst organisierten.

 

05.05.2017: Gläubige feierten Maiandacht in Heiligenbrunn

Wie jeder Gläubige weiß, ist der Wonnemonat Mai der Gottesmutter Maria geweiht, und es ist gute Tradition, dass sie in diesem Monat besonders geehrt wird. Und welcher Ort wäre passender als der Wallfahrtsort Heiligenbrunn, die weithin bekannte Gebetsstätte zur Gottesmutter. Seit dem Jahr 1600 wird sie dort als Fürbitterin verehrt, und in Rosenkränzen und Maiandachten gebeten, Bitte und Dank der Menschen an den Gottessohn heranzubringen.

Mit diesem Anliegen kamen am 1. Mai zahlreiche Marienverehrer aus dem Pfarrverband  und darüber hinaus nach Heiligenbrunn und feierten mit Maristenpater Dr. Hermann-Josef Zumsande eine Maiandacht. In Liedern und Gebeten brachten sie ihre Bitten der Gottesmutter dar, Lieder wie "Gegrüßet seist Du Königin", "Maria breit den Mantel aus" oder "Segne oh Maria" erklangen im weiten Rund der Kapelle. Und auch das "Gebet zur Mutter wegen immerwährender Hilfe" durfte nicht fehlen. Darin heißt es: "….Wer hat je umsonst deine Hilf angefleht, wann hast du vergessen ein kindlich Gebet, drum ruf ich beharrlich in Kreuz und in Leid, Maria hilft immer, sie hilft jederzeit…". Hoffnungsvolle Textzeilen, wenn man an die vielen Konfliktherde im Kleinen wie im Großen denkt.

Am Ende der Maiandacht spendete Pater Zumsande den Gläubigen den Segen.

 

04.05.2017: Ein heller Stern im dunklen Mittelalter

Mit Vita und Werk des Zisterzienser-Mönchs Bernhard von Clairvaux (1090 – 1153) beschäftigte sich der Vortrag von Msgr. Dr. Bernhard Kirchgessner in der Fürstenzeller Portenkirche. Ein Thema, das voll und ganz zu Fürstenzell passt, denn:  Es waren gerade die Nachfahren des Burgunders, die ein paar Jahrhunderte lang das Leben in Fürstenzell prägten und ihre Spuren in Fürstenzell hinterlassen haben: Portenkirche, Pfarrkirche und Klosteranlage zeugen noch heute von der zisterziensischen Zeit. Umso gespannter waren die Zuhörer, was der Referent über den Mönch und Mystiker Bernhard zu sagen hatte, und vor allem, was seine Schriften uns auch heute noch geben.

Bernhard von Clairvaux legte eine Blitzkarriere hin, würde man heute sagen. 1113 trat er gemeinsam mit 30 Gefährten in das Reformkloster von Citeaux ein, das sich ganz dem Armutsideal und der Weltabgeschiedenheit Benedikts von Nursia verschrieben hatte. Zwei Jahre später wurde er mit zwölf weiteren Mönchen ausgesandt, um ein neues Kloster aufzubauen: Clairvaux in der Champagne, dessen erster Abt er wurde. 1118 bekam er schon die Leitung des Zisterzienser-Ordens übertragen. Er war ein brillanter Rhetoriker und Prediger, vermittelte als Richter in Angelegenheiten der Kirche und der Welt, beriet Päpste und Könige, setzte sich mit theologischen Streitfragen auseinander, sein Wort hatte aber auch Gewicht  bei der Besetzung von Bischofsstühlen. Als 1145 ein Schüler von ihm als Eugen III zum Papst gewählt wurde, war Bernhard auf dem Höhepunkt seiner Macht in der Kirchenpolitik.

Das Spezifische seiner Theologie ist nicht das diskursive und argumentative Denken, wie in der scholastischen Theologie, sondern die persönliche Glaubenserfahrung der Mönche (monastische Theologie).  Diese beschäftigt sich mit der Betrachtung und Schau der Geheimnisse der Heilsgeschichte, die Freude an ihnen und die Vereinigung mit Gott. Im Mittelpunkt steht das Mysterium, die Geheimnisse sind zu verehren, nicht zu durchforschen. Bei Bernhards Tod gab es 350 Zisterzienserabteien in Europa, davon standen 164 unter seiner Leitung.

Seine immerwährenden Prinzipien: Der Christ ist ein Mensch, der Gott suchen muss und sich finden lässt; er ist ein Mensch, der achtsam mit sich umgeht; der Christ ist ein Mensch, der sich regelmäßig in die Stille zurückzieht; er ist ein Mensch, der sich um Selbsterkenntnis bemüht, über seine Stärken und Schwächen reflektiert; der Christ ist ein Mensch, der Sehnsucht hat und seiner Sehnsucht nach Bleibendem folgt; er ist ein Mensch, der Schale statt Rohr ist, gerade in unserem schnelllebigen Informationszeitalter; der Christ ist ein Mensch, der maßlos Gott liebt.

 

03.05.2017: Zur Person Dr. Anton Cuffari (Ständiger Diakon)

Herr Cuffari war schon oft in Jägerwirth zu Gast, er ist sogar mit einer Jägerwirtherin verheiratet, trotzdem weiß man noch relativ wenig über ihn. Dies soll nun mit diesen Zeilen nachgeholt werden (Sein Foto ist in der Rubrik "Seelsorger" zu finden).

Anton Cuffari ist in Hutthurm aufgewachsen und hat in Regensburg, Passau und Jerusalem Theologie studiert. Seit Oktober 2013 ist er als Ständiger Diakon im Pfarrverband Fürstenzell tätig. "Schenk jedem Lebenden deine Gaben, und auch dem Toten versag deine Liebe nicht." Dieser Vers aus dem alttestamentlichen Buch Jesus Sirach (7,33) begleitet ihn und seinen Dienst seit vielen Jahren. Er kümmert sich um die Pfarrcaritas, ist in den Predigtdienst eingebunden, arbeitet im Pfarrgemeinderat mit und ist bei der Firmvorbereitung mit dabei. In der Adventszeit und der österlichen Bußzeit lädt er zusammen mit unserer Gemeindereferentin Barbara Kalchauer abends ein zu Gebet und stiller Einkehr. Die Begleitung von Trauernden ist ihm ein besonderes Anliegen. Für die Sorgen und Nöte der Menschen ist er  telefonisch und persönlich da. Unterstützt wird er von seiner Frau Dagmar und seinen beiden Kindern Vincent und Lucia.

Hauptberuflich arbeitet er als Referent für Theologische Fortbildung sowie als Fachbereichs- und Ausbildungsleiter für die Ständigen Diakone unseres Bistums im Bischöflichen Ordinariat in Passau.

Kontakt:
Tel.: 08502 / 918158
E-Mail:cuffari@freenet.de

 

24.04.2017: Bücher für Kinder - religiös und kindgerecht

Dort, wo in der Jägerwirther Kirche der Pfarrbrief und anderes Informationsmaterial ausgelegt sind, gibt es auch ein spezielles Angebot für Kinder.

In einer Box stecken verschiedene Kinderbücher, die sich Eltern und ihre Kinder während der Gottesdienste in die Kirchenbank mitnehmen können. Gute, pädagogisch wertvolle Bücher mit religiösen Inhalten, die Kinder ernst nehmen und sie in ihrer Welterkundung unterstützen, sachgerecht aufbereitet und anschaulich gestaltet sind, sie in ihrem aktuellen Entwicklungsstadium abholen. Die Bücher haben Titel wie "Die Baby-Bibel", "Mein kleines Buch von der Kirche" oder "Mein großes Bibel-Wimmelbuch".

Zu Letzterem heisst es in einer Rezension bei Amazon: "Mit lebhaften, großformatigen Wimmelbildern und leicht verständlichen Texten erzählen Melanie Brockamp und Antonie Schneider die schönsten und bekanntesten Geschichten aus dem Alten und dem Neuen Testament: Vom Anfang der Welt, Die Geschichte von Josef, Die Geschichte von Mose, Von David, Daniel und Jona, Die Geschichte von Jesus, Das Osterwunder. Ein erster, spielerischer Einstieg in die bunte Welt der Bibel, der schon die Kleinsten begeistern wird!" Viel Spaß beim Lesen und Schauen - Kindern und Erwachsenen!

 

 

 

 

 

 

18.04.2017: Osternacht mit Taufe in Jägerwirth

Brauchtum feiern - das ist groß geschrieben im kleinen Dorf Jägerwirth. Auch die Pfarrgemeinde begeht alle christlichen Feste mit feierlichen Gottesdiensten und Veranstaltungen. Zu Ostern spannt sich der Bogen von der Palmweihe über Gründonnerstag, der Karfreitagsliturgie  bis zum Höhepunkt, der Osternacht. In diesem Jahr konnte sogar eine Tauffeier in der Osternacht zelebriert werden.

Nachdem Pfarrvikar Pater Joseph Amalraj am Osterfeuer die Osterkerze gesegnet und entzündet hatte, zog die Pfarrgemeinde in die dunkle Kirche ein. Viele Ministranten entzündeten an der Osterkerze die Lichter der Gläubigen, die sie mitgebracht hatten. Feierlich sangen Solisten das Exsultet und nach den großen Lesungen die Zwischengesänge, bevor zum Gloria alle Glocken im Turm und in der Kirche geläutet wurden und die Orgel mit mächtigen Klängen die Auferstehung verkündete. Nachdem Pater Joseph mit den Gottesdienstbesuchern das Taufversprechen erneuert hatte, segnete er das neue Taufwasser für das kommende Jahr.

Eine ganz besondere Freude war dann die Taufe der kleinen Rosalie aus der Pfarrgemeinde Jägerwirth. Rosalie’s Vater trug die Wünsche der Eltern vor, die sie dem Neugeborgenen für ihre Zukunft mitgeben wollen, während Rosalie’s Schwester das Taufbecken mit Rosen schmückte. „Das wünsch ich dir“ – ein schönes Tauflied von Martin Buchholz, brachte dazu eine kleine Jägerwirther Musikgruppe dar.

In seiner Predigt gab Pater Joseph der Pfarrgemeinde die Freude aller Christen an der Mut machenden frohen Botschaft der Auferstehung Jesu mit auf den Weg. Er segnete am Ende auch die vielen Osterkörbchen der Gläubigen. Franz Rosenauer, der Vorsitzende des Pfarrgemeinderats lud dann alle ein, sich mit selbstgebackenem Brot, Aufstrichen, Eiern und Wein am Osterfeuer und in der Kirche zu verköstigen und gute Gespräche zu führen. Das nahmen die Jägerwirther gerne an. Die aufgestellten Sammelkörbchen wurden am Ende gut gefüllt an Pater Joseph übergeben, als kleine Unterstützung seines großen Kinderheims, das er mit fünf Häusern in seinem Heimatort im südindischen Bezirk Tamil Nadu betreibt.

Schon am nächsten Morgen stand dann mit der Mozartmesse in D-Dur KV 194 und dem „Haec Dies“ durch den Kirchenchor unter der Leitung von Rosmarie Krautloher und seinem Organisten Gerd Niederhofer der nächste Höhepunkt der großen Osterfeierlichkeiten in Jägerwirth auf dem Plan (Text: Heinrich Fuller, Foto: Reinhold Stadler).

 

07.04.2017: Kinderbibeltag in Jägerwirth

Die Vorfreude war groß, als in der Grundschule Jägerwirth die Einladungen der Pfarrei Jägerwirth für den Kinderbibeltag am 01.April verteilt wurden. Die Kinder aus Jägerwirth und Rehschaln wissen ganz genau was sie an einem Kinderbibeltag in der Grundschule Jägerwirth erwartet: ein spannender Vormittag mit einer biblischen Geschichte, eine Rallye in der Mittagspause, Workshops am Nachmittag und ein Fest zum Abschluss.

Der diesjährige Kinderbibeltag stand unter dem Motto „Wir machen uns auf den Weg in ein Land, in dem Milch und Honig fließen“. Die Kinder der 1.- 6. Klassen machten sich vormittags auf den Weg zu verschiedenen Stationen, die das Leben der Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten erzählten. So erfuhren sie mehr über das Leben in der Wüste, die 10 Gebote, das goldene Kalb und machten sich Vorstellungen über ein mögliches Leben „im Land wo Milch und Honig fließen“.

Nach einer Stärkung und einer kurzen Pause durchliefen die Kinder eine Rallye durch den Ortskern Jägerwirth. Dabei mussten sie viele knifflige Aufgaben lösen. Das schöne Wetter stärkte die Motivation, sodass alle außer Atmen, aber gut gelaunt, zurück in die Schule kamen. Dort konnten sie in verschiedenen Workshops, wie Mutsteine gestalten, Wanderstöcke basteln, eine Phantasiereise oder Fühleparcours durchleben, das am Vormittag erlebte vertiefen. Krönender Abschluss des Tages war ein gemeinsames Fest, das zunächst vorbereitet und im Anschluss gefeiert wurde. Die Kinder konnten sich freuen, endlich in das „Land in dem Milch und Honig fließen“ gelangt zu sein und sich dort an köstlichen Speisen satt essen zu können.

Am Ende bedankten sich alle mit einem großen Applaus bei den Leiterinnen und Leiter aus der Pfarrei Jägerwirth und Filialkirche Rehschaln, die sich über Wochen hinweg Gedanken über den Tag gemacht haben (Barbara Kalchauer)

 

04.04.2017: Kommunionkinder und Firmlinge stellten sich vor

Acht Jägerwirther Grundschulkinder stellten sich im Gottesdienst am fünften Fastensonntag der Pfarrgemeinde vor. Sie werden am 7. Mai in Jägerwirth das Sakrament der heiligen Kommunion empfangen. Jedes Kind bekam von Pfarrer Christian Böck (2. Reihe li.) ein Kreuz umgehängt, das sie am Tag ihrer Erstkommunion tragen werden. Es sind dies (vorne von li.): Daniel Sittinger, Natalie Gabriel und Anna Reindl; Marie Ratzinger (2. Reihe von li.), Nina Ratzinger, Lukas Sonnleitner, Emily Denk und Maxi Feldl. Auch zwei Firmlinge stellten sich vor: Florian Schafflhuber und Manuel Hopper (hintere Reihe, 5. und 6. von li.), sie werden am 26. Mai von Abt Marianus in Fürstenzell gefirmt. Mit den Kindern freuten sich deren Tutorinnen (hintere Reihe von li.) Irmgard Kapsner, Anja Kessler, Gisela Hausmann, Gemeindereferentin Barbara Kalchauer und (vorne re.) Michaela Mendl, sowie Ständiger Diakon Dr. Anton Cuffari (hintere Reihe, 2.v.re) und Pfarrpraktikant Florian Haider (hintere Reihe, re.).

 

 

29.03.2017: Einladung zum Abend der Ehejubilare am 6. Mai

Auch in diesem Jahr wollen die Pfarrgemeinderäte des gesamten Pfarrverbandes ihren Ehejubilaren einen festlichen Abend bereiten. Eingeladen sind alle Jubelpaare, die mind. 25 Jahre verheiratet sind, im Laufe des Jahres einen runden Hochzeitstag feiern (also 1992, 1987, 1982, 1977...geheiratet haben) und im Pfarrverband Fürstenzell wohnen.

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr mit dem Vorabendgottesdienst in der kath. Pfarrkirche Fürstenzell. Bei der anschließenden Feier erwartet Sie ein buntes Programm mit Abendessen und Kaffee und Kuchen zu fortgeschrittener Stunde.

Falls Sie sich für diesen Abend interessieren, melden Sie sich bitte bis spätestens 21. April 2017 im Kath. Pfarramt, Marienplatz 14, 94081 Fürstenzell an.  Benötigt wird ein Hochzeitsfoto, Ihre Adresse und das Datum der Eheschließung.

Aus organisatorischen Gründen kann keine persönliche, schriftliche Einladung erfolgen. Sie erhalten aber rechtzeitig eine Bestätigung Ihrer Anmeldung mit weiteren Informationen. Um einen Unkostenbeitrag wird gebeten.

Gez. die Pfarrgemeinderäte des Pfarrverbandes Fürstenzell

 

27.03.2017: Fastenzeit soll auch eine optische Askese sein

Kreuzwegandacht mit Jutta Fischer und Rosemarie Krautloher

Unter diesem Motto stand der vierte Fastensonntag in Jägerwirth. Die Ausgangsfrage, die sich aus der Lesung über Samuel ergab (der vom Herrn ausersehen wurde, David zum König über Israel zu salben): Wie sehen wir unsere Mitmenschen im Beruf, in der Familie, in der Freizeit? In den meisten Fällen doch nur oberflächlich, wie Pfarrer Böck am Anfang seiner Predigt vermutete. Menschen schauen nicht in die Tiefe, nicht in das Herz des Mitmenschen, interessieren sich nicht für die Gründe, warum Menschen so oder so handeln. Dies führe oft zu Vorurteilen und falschen Einschätzungen, die den Mitmenschen und der Sache nicht gerecht werden. Fastenzeit sei deshalb auch eine Schule des Sehens - eine Besinnung darauf, wie Gott uns Menschen sieht - mit ehrlichem Interesse, Humor, Empathie und Verständnis.

Am Nachmittag gestaltete der Frauenbund Jägerwirth mit seinen Vorsitzenden Jutta Fischer und Rosemarie Krautloher die Kreuzwegandacht.

 

04.03.2017: Misereor-Hungertuch 2017 in der Jägerwirther Kirche

Gut sichtbar hängt seit Beginn der Fastenzeit das neue Misereor-Hungertuch über dem Jägerwirther Altarraum. Was will  uns dieses Bild sagen? In einem Beiblatt von Misereor heisst es erklärend dazu:

"Ich bin, weil Du bist" ist ein afrikanisches Sprichwort. Es drückt aus, dass es zum Wesen des Menschseins gehört, Teil eines Beziehungsnetzes zu sein. Alle sind wir aufeinander angewiesen. MISEREOR lädt mit diesem Hungertuch zu einem Dialog darüber ein, wie Menschen miteinander die Zukunft unserer Erde gestalten können. Wir meinen, dass es mehr Begegnungen auf Augenhöhe und die Teilhabe aller braucht, um die vielfältigen Herausforderungen zu bewältigen...

Zwei Menschen und ein Zwischenraum - Mit Blicken kann Heil oder Unheil anfangen. Das Hungertuch des nigerianischen Künstlers Chidi Kwubiri zeigt spiegelbildlich zwei Menschen im Profil. Sie schauen sich an und berühren sich respektvoll über eine Grenze hinweg. Die Arme liegen auf den Schultern des oder der Anderen und nehmen sogar die fremde Farbe an. In diesem Geben und Empfangen wächst Beziehung......"

 

15.02.2017: Ein wunderschöner Tag für die Jägerwirther Senioren

v.li. Edith Wimmer, Rosemarie Krautloher, Christa Heigl, Centa Baumgartner

Er ist seit langem ein Fixpunkt im Jägerwirther Veranstaltungskalender, der Seniorennachmittag im Gasthaus zur Jagdhütte. Der Frauenbund um Jutta Fischer und Rosemarie Krautloher und die Pfarrei Jägerwirth mit Alois Wimmer sorgten auch heuer wieder für die Bewirtung und für ein unterhaltsames Rahmenprogramm. Pfarrer Christian Böck, der zusammen mit Pater Joseph gekommen war, wollte diese Veranstaltung ausdrücklich als großes Dankeschön und als Zeichen der Wertschätzung für die Lebensleistung älterer Mitbürger verstanden wissen. Dass er in der Folge eine Hauptrolle in Liedern und Sketchen spielen würde, damit konnte er nicht rechnen, hatte aber schon eine Vorahnung, als er sein Grußwort mit dem Satz abschloss: „Nur die toleranten Menschen können über sich lachen“. Er halte es mit dem Nockherberg-Motto, wonach es die Höchststrafe sei, gar nicht erwähnt zu werden. Das traf auf ihn auch nicht zu, im Gegenteil.

Mehrere in indischen Saris gekleidete Damen, die auch auf der Indienreise des Pfarrverbands Fürstenzell dabei waren, erzählten in ihrem Lied von einem bunten Abend, an dem Pfarrer Böck in einem landestypischen Beinkleid, dem Dhoti teilnahm. Und auch davon, dass sein Friseurbesuch vor Ort einer Nacharbeit durch Mitglieder der Reisegruppe bedurfte. Sehr viel Beifall gab es auch für die Gstanzl von Heinrich Fuller und Christiane Huber, die von den Berufswünschen des jungen Christian Böck und von einer Reifenpanne auf einer Autofahrt wussten, bei der sich der göttliche Beistand lange nicht einstellen wollte. Lachsalven erntete der Sketch „Sparmaßnahmen im Altersheim“, in dem fünf Bewohnerinnen und eine Pflegerin demonstrierten, wie weit gemeinsames Leben und Handeln in der Gemeinschaft gehen kann, wenn man sparen muss.

Mit schwungvollen Liedern wie „Gute Wünsche“ oder „Aber bitte mit Sahne“ umrahmte der Kirchenchor unter Leitung von Rosemarie Krautloher und Gerd Niederhofer am Keyboard gekonnt den Nachmittag. Das gemeinsame Lied „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ markierte den Schlusspunkt eines kurzweiligen Nachmittags. Auf weitere Veranstaltungen wiesen Uschi Berchthold und Henny Baierl als Seniorenbeauftragte der Marktgemeinde hin, zu denen auch die Jägerwirther eingeladen sind, wie das Seniorencafe, Kinobesuche oder die Fahrt durch die Marktgemeinde am 22. Juni.

 

01.02.2017: Klausurtagung des Pfarrgemeinderats

Mit dem Thema „Kirche mitten unter Menschen sein“ befasste sich der Pfarrgemeinderat Jägerwirth am vergangenen Samstag auf einer Klausurtagung im Pfarrzentrum Fürstenzell. Gemeindereferentin Barbara Kalchauer und Alois Wimmer hatten die Veranstaltung organisiert, als Referent und Moderator konnte Peter Oberleitner, Geschäftsführer des Diözesanrats im Bistum Passau gewonnen werden.

Nach einer Rückschau auf die bisherige Arbeit im Pfarrgemeinderat kam es im zweiten Teil der Veranstaltung zum spannenden Thema:“ Kirche von Passau – Kirche von Jägerwirth auf dem Weg in die Zukunft.“ Hochaktuell, wie auch auf der Homepage des Bistums zu lesen ist:  

„In vielen deutschen Bistümern wird über Ansätze und Wege einer inhaltlichen und strukturellen Neuausrichtung nachgedacht. Auch der Diözese Passau sind sowohl die Bischöfliche Kommission für Neuevangelisierung als auch die Arbeitsgruppe Pfarrverband 2020 damit beschäftigt, pastorale und strukturelle Perspektiven zu entwickeln, um die Kirche von Passau in die Zukunft zu führen. Wie und wo ereignet sich heute Wachstum von Kirche und wie können wir helfen, Menschen neu oder wieder mit Gott in Verbindung zu bringen? Und welche Strukturen sind dafür nötig? Solche Fragen stellen sich die Mitglieder der beiden Gremien. „Wir wollen eine ehrliche Bestandsaufnahme, wir denken über neue pastorale Räume nach, aber vor allem auch darüber, wie unsere Seelsorger von der manchmal überbordenden Verwaltung entlastet werden können“, erklärt der Leiter der Arbeitsgemeinschaft Generalvikar Dr. Klaus Metzl. „Und wir wollen dazu zunächst einen Kommunikationsprozess anstoßen, bei dem wir möglichst viele Gläubige beteiligen wollen, insbesondere auch bei der ehrlichen Analyse der Situation und der Entwicklung von Perspektiven.““

Auch die Jägerwirther leisteten in einem Brainstorming hier einen Beitrag (siehe Fotoalben!). Barbara Kalchauer wird die Ergebnisse dieses Brainstormings an Dekan Tiefenböck zur weiteren Verwendung senden.

 

25.01.2017: 6500 EUR für bedürftige indische Kinder übergeben

Pfarrer Christian Böck bei der Scheckübergabe

Wie angekündigt haben Pater Joseph und Pfarrer Christian Böck der Ordensgemeinschaft „Kongregation der Missionare des Heiligen Franz von Sales“ auf der Indienreise des Pfarrverbandes (7. - 18. Januar) einen Spendenscheck übergeben. Stolze 6500 EUR  wurden von Bürgern der Marktgemeinde Fürstenzell gesammelt und vom dortigen Schulleiter in Empfang genommen. Der Orden führt in Indien ein Projekt für Straßenkinder, überwiegend Waisen und Halbwaisen durch, die in bisher drei Kinderdörfern kostenlose Unterkunft, Gesundheitsversorgung und Schulbildung erhalten. „Wir wollen sie aus ihrer verzweifelten Lebenssituation herausholen und ihnen die Möglichkeit geben, später ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, wie andere Kinder auch“, so Pater Joseph. Die Reisegruppe wurde überall sehr herzlich empfangen und kehrte inzwischen voller Eindrücke und Erlebnisse in die Heimat zurück.

 

04.01.2017: Jahresschlussandacht - Singen und Beten für Frieden

Treffender hätte die Sehnsucht von uns nach Frieden auf der Welt nicht ausgedrückt werden können, als es der Rhythmo-Chor in seinen schwungvollen Liedern, Anton Maroth und die Kirchengemeinde in ihren Gebeten und Prof. Hans Mendl in seiner Ansprache getan haben. Die Botschaft aus der Jahresschlussandacht für das neue Jahr, trotz Krieg, Terror und Gewalt: Der Herr nimmt uns an die Hand, es gibt es keinen Grund zu verzweifeln, er bietet uns seine Hilfe an. Und: Es lohnt sich, den Glauben an den Frieden nicht aufzugeben, sondern mit Taten und in Gebeten dafür einzustehen, auch wenn der Beitrag noch so klein ist.

Ein wunderbares Beispiel dafür ist die Graffiti-Friedenstaube des britischen Street-Art-Künstlers Bansky an einer Mauer in Jerusalem, die schwer gepanzert ist und sich im Fadenkreuz von Scharfschützen befindet, aber dennoch einen grünen Zweig bringt.

Mit dem nachdenklich machenden, aber gleichzeitig auch Hoffnung und Trost gebenden Lied „Von guten Mächten treu und still umgeben“, dessen Zeilen vom Theologen und NS-Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer in seiner Gefangenschaft im Jahr 1944 als Weihnachtsgruß verfasst wurden, klang die Andacht am Silvesterabend aus: „Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar, so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr….. Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“

 

28.12.2016: Sternsinger werden von Haus zu Haus ziehen

Am 3. Januar werden die Jägerwirther Ministranten wieder als Sternsinger von Haus zu Haus ziehen. Im feierlichen, vom Kirchenchor umrahmten Gottesdienst am Stephani-Tag wurden sie von Pfarrer Christian Böck ausgesendet, um der Pfarrgemeinde die frohe Botschaft von der Geburt des Herrn zu überbringen. Mit dabei werden sie geweihten Weihrauch und Kreide haben. Der geweihte Weihrauch wird an die Gläubigen verteilt, mit der Kreide werden sie an die Haustüren die traditionelle Segensbitte C+M+B 2017  (die Abkürzung für: Christus + Mansionem + Benedicat = Christus segne dieses Haus) schreiben. Und natürlich für bedürftige Kinder auf dieser Welt sammeln, damit Hilfsprojekte durchgeführt werden können. Im Januar 2016 sind bei der Sternsingeraktion in der Diözese Passau in den knapp 300 Pfarreien gut 674.000 Euro an Spenden zusammengekommen.

 

 

 

22.12.2016: Frohe Weihnachten!

 

 

28.11.2016: Willkommen Amelie und Elena, Danke Anna-Lena!

Die Pfarrei Jägerwirth hat in einem feierlichen Gottesdienst, den Pater Manfred Stein zelebrierte und der musikalisch vom Kirchenchor umrahmt wurde,  Amelie Danninger (vorne 1. v. li) und Elena Paul (vorne 2.v.li.) in den Ministrantendienst aufgenommen. Gemeindereferentin Barbara Kalchauer erläuterte ihnen, welch wichtiges Amt sie in der Pfarrei übernehmen und welche Aufgaben sie haben. Als äußeres Zeichen dafür, dass sie nun zu den Messdienern gehören, händigte sie ihnen eine Plakette und eine Ministrantenfibel aus. Mit Anna-Lena Huber (hinten 2.v.li.) wurde eine langjährige Ministrantin verabschiedet. Oberministrantin Theresa Stadler würdigte in herzlichen Worten das schöne Miteinander in den gemeinsamen Dienstjahren. Mit ansprechenden Texten gestalteten die Ministranten den Gottesdienst mit, was von der Kirchengemeinde mit großem Applaus bedacht wurde.

 

 

15.11.2016: In Gedanken bei den Opfern von Krieg und Gewalt

Traditionell haben die Jägerwirther auch in diesem Jahr am Vorabend des Volkstrauertages den Opfern von Krieg und Gewalt gedacht. Die Feuerwehren aus Voglarn und Jägerwirth und der SKV Jägerwirth/Voglarn zogen mit ihren Fahnen in die Kirche ein, um mit Pfarrer Christian Böck und Pater Dr. Zumsande einen Gedenkgottesdienst zu feiern. Zum einen, so Pfarrer Böck in seiner Predigt, sei dieser Tag ein Tag des Gedenkens an die Toten, vor allem aus den zwei verheerenden Weltkriegen. Aber man müsse ihn auch als ein Vermächtnis an die Zukunft sehen, dass wir uns mit aller Kraft dafür einsetzen, dass solche Tragödien nie wieder passieren. Die Grundlage dafür sei, sich wieder die Verantwortung vor Gott ins Gedächtnis zu rufen, dies gelte für jeden Einzelnen als auch für die Gesellschaft im Ganzen. Die Verantwortung vor Gott sei in der Präambel des Grundgesetzes festgehalten – als Lehre aus dem gottlosen Regime des Nationalsozialismus - , wohingegen die europäische Verfassung bedauerlicherweise auf einen Gottesbezug verzichte. Er forderte alle auf, für eine Kultur des steten Erinnerns einzutreten, damit die Gräuel von Krieg und Gewalt nicht in Vergessenheit geraten. Am neuen Kriegerdenkmal wurde dann für die Opfer von Krieg und Gewalt gebetet, 3. Bürgermeister Michael Gruber und SKV-Vorsitzender Josef Schmid legten einen Kranz nieder.

 

02.11.2016: Allerheiligen - Pfarrgemeinde gedachte der Verstorbenen

Viele Jägerwirther - und gebürtige Jägerwirther aus nah und fern, die traditionell an Allerheiligen heimkommen - gedachten gestern ihrer verstorbenen Angehörigen. In seiner Predigt sprach Pater Joseph davon, dass wir uns gerade an diesem Tag immer fragen, wie es denn nach dem Tod mit uns weitergeht.  In der Bibel werde geredet von der Zusage Gottes an die Menschen, die ein Leben über den Tod hinaus verheiße. Gerade das Wort Allerheiligen drücke die Zuversicht aus, dass wir nach dem Tod in der Gemeinschaft mit Gott sind. Denn: Durch sein Blut, dass er am Kreuz für uns vergossen hat, könnten auch wir sündhafte Menschen das ewige Leben erlangen und zu Heiligen werden. Allerheiligen sei deshalb nicht ein Fest des Todes, sondern ein Fest des Lebens und der Freude, so die Botschaft von Pater Joseph. Nach der Predigt wurde für jeden Verstorbenen, der im vergangenen Kirchenjahr zur letzten Ruhe begleitet wurde, eine Kerze entzündet (siehe Foto). Auf dem Friedhof, auf dem eine sehr große Zahl von Gläubigen vor den Gräbern ihrer Angehörigen stand, schritt Pater Joseph mit seinen Ministranten durch die Gräberreihen und segnete sie. In Liedern und Gebeten gedachte die Kirchengemeinde ihrer lieben Verstorbenen.

 

20.09.2016: Friedensappelle aus Heiligenbrunn

Dr. Cuffari während seiner Predigt

Jägerwirth. Trotz wolkenverhangenem Himmel und Dauerregen fanden rund 130 Teilnehmer zu Fuß oder mit dem Auto den Weg nach Heiligenbrunn zur traditionellen Friedenswallfahrt. In den Anfängen der Wallfahrt waren es Tausende von Kriegsteilnehmern, die der Gottesmutter in Heiligenbrunn für ihre Heimkehr dankten. Später, während des kalten Krieges, trat die Sorge um den Weltfrieden in den Mittelpunkt. Ein Thema, aktueller denn je! Denn nach einer jahrelangen Phase der Entspannung haben inzwischen weltweite Konflikte, Flüchtlingsbewegungen und soziale Spannungen Deutschland erreicht. „Die diesjährige Wallfahrt steht deshalb auch unter dem Motto „Gebet für Frieden und soziale Gerechtigkeit“, wie Organisator Alois Wimmer vorausschickte.

„Seit 71 Jahren haben wir Frieden in Deutschland, und dafür dürfen wir Gott dankbar sein“, so der Ständige Diakon Dr. Anton Cuffari in seiner Predigt. Aber Frieden sei mehr als Abwesenheit von Krieg. Friede bedeute auch ein gutes und erfülltes Leben führen, voll von Zufriedenheit und Sorge füreinander, Verantwortung für die Schöpfung, ein Leben ohne Neid und Missgunst, ohne Angst voreinander, nicht nur in Deutschland und in Europa, sondern auf der ganzen Welt. „Und so einen Frieden haben wir nicht, davon sind wir weit entfernt“, so Cuffari vor den nachdenklich lauschenden Zuhörern. Jesus ermutige uns zu einem Lebensstil, der fähig ist, sich ehrlich zu freuen, ohne auf Konsum versessen zu sein, ein Wirtschaftswachstum mit Maß, das Kleine in der Natur und in der Gesellschaft zu würdigen, genügsam zu sein. Und diese Genügsamkeit führe nicht zu weniger Leben, sondern zu einer tiefen Freude, ehrlicher Zufriedenheit und innerem Frieden. Dieser innere Frieden spiegele sich in einem ausgeglichenen Lebensstil wider, verbunden mit der Fähigkeit zum Staunen, die zur Vertiefung unseres Lebens führe. Mit dem „Gebet für unsere Erde“ aus der Umweltenzyklika von Papst Franziskus schloss Cuffari seine tiefgründige Predigt.

Die schrecklichen Vorkommnisse der letzten Zeit, Kriege und Gewalt hätten uns vor Augen geführt, wie zerbrechlich Frieden sei, so Ortspfarrer Christian Böck. Zusammen mit Pfarrgemeinderat Anton Maroth und den Gläubigen sprach er bewegendes Gebet für äußeren und inneren Frieden auf der Welt, für die Menschen aller Religionen und Nationen und den Erhalt der Schöpfung.

Auch der Verwendungszweck der Sammlung steht in engem Zusammenhang mit dem Motto der Veranstaltung. Sie kommt einer Initiative der Ordensgemeinschaft des Fürstenzeller Pfarrvikars Pater Joseph Amalraj in seiner Heimat Indien zu Gute. Der Orden unterstützt in den Süd-Ost-Provinzen des Landes ein Projekt für benachteiligte Straßenkinder, damit diese kostenlose Schulbildung und Unterkunft erhalten und so die Chance bekommen, später ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. 620 EUR wurden gespendet, die Pater Joseph im Januar 2017 vor Ort übergeben wird, wenn er mit dem Pfarrverband Fürstenzell seine Heimat besucht.

 

13.09.2016: Friedenswallfahrt am kommenden Sonntag

Predigte im vergangenen Jahr: Domkapitular Josef Ederer

Am kommenden Sonntag, 18. September, findet um 14.00 Uhr die traditionelle Friedenswallfahrt nach Heiligenbrunn bei Jägerwirth  statt. Sie steht unter dem Motto: „Gebet um Frieden und soziale Gerechtigkeit“. Themen von großer Aktualität, die uns durch die Medien in unsere Wohnzimmer gebracht werden, die wir aber auch ganz real in unserem Alltag erleben können, so die Veranstalter vom Pfarrverband Fürstenzell. Die Konflikte und Flüchtlingsbewegungen weltweit, aber auch die extrem unterschiedlichen Lebensbedingungen selbst in unserem Land seien Ausdruck von politischer und gesellschaftlicher Hilflosigkeit  und Schwäche, für die die Gläubigen beten werden. Die Predigt wird Dr. Anton Cuffari halten.

Die Sammlung während der Andacht wird einer Initiative der Ordensgemeinschaft des Fürstenzeller Pfarrvikars Pater Joseph Amalraj in seiner Heimat zu Gute kommen. Sie unterstützt in Indien ein Projekt für benachteiligte Straßenkinder in den Süd-Ost-Provinzen des Landes, damit diese kostenlose Schulbildung und Unterkunft erhalten können. Wer gerne an der Fußwallfahrt durch den Wald Richtung Heiligenbrunn teilnehmen möchte: Abmarsch für die Wanderer ist um 13.00 Uhr an der Kirche in Jägerwirth.

 

23.08.2016: Pfarrwanderung nach Prims war ein Erlebnis

Einen sehr abwechslungsreichen Teilabschnitt des Jägerwirther Marterlwegs hatte der Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, Franz Rosenauer, in diesem Jahr ausgesucht: Die Wanderung führte in den recht hügeligen süd-westlichen Bereich der Pfarrei, nach Prims. An die vierzig Wanderer machten sich an der Jägerwirther Kirche auf den Weg und hielten bei Marterln und Kapellen am Wegrand inne. In Großsandten, Haufenberg, Aiching (Hinterheller) und beim Prims gaben die Eigentümer interessante Informationen zur Entstehungsgeschichte der Denkmäler. In Prims gestaltete Anton Maroth eine kurze Andacht vor der Kapelle, ehe sich die Gruppe auf den Rückweg machte. Über Schönau und Moos wurde nach genau drei Stunden wieder Jägerwirth erreicht, wo sich die Wanderer beim Sommernachtsfest der Feuerwehr eine Stärkung redlich verdient hatten.

 

 

17.08.2016: Einladung Pfarrwanderung Jägerwirth am 20. August 2016

Der Pfarrgemeinderat Jägerwirth lädt ein zur Wanderung am 20. August 2016 - entlang des Marterl-Weges - zur Prims-Kapelle.

Treffpunkt ist um 15:00 Uhr an der Kirche in Jägerwirth, von wo aus die Wanderung beginnt.

Die Wanderung wird uns über Sanden, Haufenberg, Aiching, und Hinterheller (Buxbauer) nach Prims führen, wo wir eine kleine Rast einlegen werden. Als Rückweg haben wir die Strecke an der Schönau und Moos vorbei nach Jägerwirth gewählt, wo dann die Einkehr beim jährlichen Jägerwirther Feuerwehrgrillfest geplant ist.

Gewandert wird nur bei schönen Wetter. Wir freuen uns schon auf viele Mitwanderer.

Euer PGR

 

16.08.2016: Mariä Himmelfahrt - Ein großartiges Fest der Zukunft

Eine frohe Botschaft hatte Pater Dr. Hermann-Josef Zumsande für die Gläubigen beim Gottesdienst am Mariä Himmelfahrt-Tag bereit: "Wir feiern heute ein großartiges Fest der Zukunft." An Maria dürften wir sehen, was wir nach dem Tod erwarten dürfen: Die Vollendung unseres Lebens bei Gott, so Pater Zumsande. Deswegen könnten wir unser irdisches Leben mit Mut und Zuversicht angehen, im festen Vertrauen darauf, dass unser Sehnen und Hoffen in die Erfüllung übergehen wird.

Wie es guter alter Brauch am Fest Mariä Himmelfahrt ist, hatte der Frauenbund Jägerwirth viele Kräuterbuschen aus mindestens sieben verschiedenen Kräutern gebunden und in Körben in die Kirche getragen: als Dank und Bewunderung für die Schöpfung Gottes und das Erbitten der Fürsprache Marias (Maria galt schon in altchristlichen Gebeten als "Blume des Feldes und Lilie der Täler"). Im Anschluss an den Gottesdienst versammelte sich die Kirchengemeinde im Bibelgarten, wo Pater Zumsande die Kräuterbuschen weihte. Anschließend wurden sie an die Gläubigen verteilt und mit nachhause genommen, zum Schutz von Haus und Hof vor Krankheit und Katastrophen (Foto: Barbara Kalchauer).

 

09.08.2016: Mit einem Klick im Vatikan

Ein neuer Service für alle Besucher dieser Webseite, die gerne auch über den Tellerrand - also über den Pfarrverband Fürstenzell und die Pfarrei Jägerwirth - hinausschauen.

Auf unserer Homepage sind nun direkte Verbindungen zum Bistum Passau, zu Bischof Stefan Oster, zum Vatikan und zur Deutschen Bischofskonferenz eingebaut.

Wo: In der rechten (blauen) Spalte, ganz unten.

Nur ein Klick auf das jeweilige Logo, und Sie finden meist tagesaktuelle Informationen zu den jeweiligen Stellen und Personen. Noch aktueller werden Sie beim Klick auf „Domradio“ informiert, wo ein Live-Ticker aktuelle Nachrichten über Kirche und Gesellschaft bringt. Viel Spaß beim Surfen!

 

 

26.07.2016: Einladung zum Markt der Möglichkeiten am 06. August

Im Rahmen des Ferienprogramms 2016 in der Marktgemeinde Fürstenzell wird auch heuer wieder ein Markt der Möglichkeiten im Moses-Bibelgarten Jägerwirth angeboten.

An verschiedenen Stationen im Bibelgarten könnt Ihr Euch einen Kräutertee mischen, ein Windlicht gestalten, ein T-Shirt (bitte mitbringen) mit Blüten bedrucken, ein Mobile aus Naturmaterial basteln, ein altes jüdisches Spiel nachbauen, Fladenbrot backen und Brotaufstrich zubereiten. Bei schlechtem Wetter weichen wir ins Pfarrheim Jägerwirth aus.

Datum/Uhrzeit: SA, 6. August, 14.30 - 17.00 Uhr
Treffpunkt: Moses-Bibelgarten, neben der Kirche
Alter: ab 6 Jahren
Anmeldung/Kosten: Anmeldung erforderlich, Kosten: 5 EUR
Rückfragen/Veranstalter: Michaela Mendl / Bibelgarten Team Pfarrei Jägerwirth
Anmeldung: Tel.: 08502 - 910410, Email: michaela.mendl@gmx.de

 

 

 

 

 

 

25.07.2016: Vom Mut machen, Brücken bauen und Halt bieten

Zum Familiengottesdienst, der gleichzeitig den Abschlussgottesdienst des Schuljahres 2015/2016 darstellte, versammelten sich Kinder, Lehrer und das pädagogische Personal des Kindergartens, Eltern, Angehörige und viele Gläubige in der Jägerwirther Pfarrkirche. Der feierliche Gottesdienst wurde tänzerisch und musikalisch umrahmt von Grundschul- und Kindergartenkindern, verstärkt um Hanna Maier am Keybord.  Nicht nur allen ausscheidenden Grundschulkindern gab Pfarrer Christian Böck eigene Erfahrungen mit auf den Weg, die er selber vor kurzem im Klettergarten Waldkirchen sammelte. Im Leben gehe es wie im Klettergarten viel um Mut machen durch andere („Du schaffst das schon“), Brücken bauen („So musst du die Seilsicherung machen“) und Halt bieten („Du bist gut gesichert, es kann nichts passieren“). So wünschte er allen bei ihren neuen Herausforderungen viel Freude und Zuversicht („Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“), und Mitmenschen, die Brücken bauen und Halt bieten, wenn sie Hilfe brauchen. Sie sollten immer bedenken: Es sei Gott, der nicht wie ein „Deus ex machina“ direkt in das Leben der Menschen eingreife, sondern der sich uns in den guten Taten der Mitmenschen zeige. Mit einem Schulfest klang dieser eindrucksvolle Tag aus.

 

20.06.2016: Treffen wg. Pfarrfahrt nach Südindien am 22. Juni

Vom  07.-18. Januar 2017 bietet der Pfarrverband Fürstenzell eine Reise in die Heimat unseres Pfarrvikars P. Joseph Amalraj an. Wir werden den fruchtbaren Süden Indiens (Bundesstaaten Tamil Nadu und Kerala) besuchen, das Leben der Menschen in Südindien kennenlernen und auch die schönsten Tempelanlagen und idyllische Naturparadiese bestaunen.

Besonders wichtig ist es uns, das Leben der Christen und deren Frömmigkeit zu erleben, z.B. beim Besuch der Thomaskirche in Chennai, der Basilika of the Sacred Heart in Pondicherry, oder das Ordens-Priesterseminar in Pudukkottai, an dem P. Joseph studiert und gelebt hat. Auch seiner Familie in Devakottai wollen wir einen kurzen Besuch abstatten.

Näheres dazu im neuen Jägerwirther Pfarrbrief (April 2016), in einem speziellen Flyer, der in allen Kirchen des Pfarrverbandes aufliegen wird, und auf den Homepages der Pfarreien Fürstenzell und Jägerwirth.  Die verbindliche Anmeldung ist über das Pfarramt möglich.

Am Mittwoch, 22. Juni 2016 findet um 20.00 Uhr im Pfarrzentrum Fürstenzell ein Informationsabend über die Indienreise statt.

Hier aktuelle Reiseinformationen zum Download ->->->

 

 

 

 

Reiseinformationen_1

20.06.2016: Zufahrt nach Heiligenbrunn wieder möglich

Die Zufahrt nach Hl.-Brunn über die Gemeindeverbindungsstraße Obereichet ist nun wieder möglich. Die Hochwasserschäden wurden behoben.

 

17.06.2016: Laudato si - Ein Warnschrei aus dem Vatikan

Bild: Christine Limmer, in: Pfarrbriefservice.de

Genau vor einem Jahr ist sie erschienen: Die Umwelt-Enzyklika des Papstes „Laudato si“ (Gelobt seist du, Herr). Und sie geht immer noch durch die Medien, was kein schlechtes Zeichen ist. Der Inhalt ist auch sehr brisant: Der Papst fordert darin eine globale ökologische Umkehr. Er prangert u.a. blinden Wachstumsglauben, Gewinnmaximierung, Umweltverschmutzung und Klimawandel, die verantwortungslose Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, mangelnde Armutsbekämpfung, die weltweite soziale Ungerechtigkeit und die bisherige Unfähigkeit der Politik an, dem drohenden Super-GAU effektiv entgegen zu wirken: Der Zerstörung der Schöpfung.

Als Maßnahmen schlägt der Papst vor: Einerseits gemeinsames Handeln aller Religionen und Menschen guten Willens, die Druck auf die Politik machen. Der Wandel beginne aber beim Einzelnen. Deshalb sei eine Erziehung zu einem „ökologischen Bürger“ notwendig, den Demut, Genügsamkeit und innerer Friede auszeichnen. Dies hieße für die wohlhabenden Länder aber auch, ihren Lebensstil zu ändern, einhergehend mit einer Beschränkung der Konsumgewohnheiten.

Trotz der Misserfolge in den letzten Jahrzehnten nimmt er neben der Technologie und der Finanzwelt auch und vor allem die Politik in die Verantwortung, die heute noch in überkommenen nationalstaatlichen Strukturen denke. Wirtschaft funktioniere aber heute länderübergreifend, Umweltprobleme machten keinen Halt vor Staatsgrenzen. Seine Forderung: Die Entwicklung von starken, wirkkräftigen internationalen Institutionen („politische Weltautorität“), die von den einzelnen Staaten eingesetzt und mit Befugnissen ausgestattet wird. Und die vor allem wirksame Sanktionen verhängen können. Zweifellos ein sehr schwieriges Thema: Selbst die UNO kann bisher diese Anforderungen nicht erfüllen, weil regelmäßig nationale Egoismen dominieren.

Fazit: Diese Enzyklika ist ein wichtiger Warnschrei an alle Staaten und deren Bevölkerung, die Erde als das gemeinsame Haus aller Kreaturen zu verstehen, sie besser zu schützen und vor allem zu begreifen: Die Zeit läuft gegen uns! (Literatur: Papst Franziskus, Die Enzyklika „Laudato si“ - Über die Sorge für das gemeinsame Haus, Herder-Verlag 2015).

 

01.06.2016: Fronleichnamsprozession bei Sonnenschein

Mit einer feierlichen Prozession durch das mit Girlanden geschmückte Dorf wurde auch in diesem Jahr Fronleichnam in Jägerwirth begangen. Nach dem Gottesdienst zogen die Vereine mit ihren Fahnen, die Blaskapelle, die Erstkommunion- und "Blumen"- Kinder sowie die Pfarrbevölkerung durch den Ort. Pfarrer Christian Böck trug die Monstranz, eingerahmt von Ministranten und Kommunionkindern, unter dem sog. „Himmel“, der von vier Feuerwehrmännern aus Voglarn getragen wurde. Der Zug bewegte sich von der Kirche zur Bus-Aigner-Kreuzung, von dort weiter bis zur Einfahrt Niederhofer, hoch bis zum Kriegerdenkmal und schließlich zurück zum Kirchplatz. Bei den Anwesen Pischl-Weirethmeier und Josef Voggenreiter, am Kriegerdenkmal und vor dem Aigner-Haus waren wie immer die Altäre aufgebaut, an denen das Evangelium verlesen, gebetet und gesungen wurde. An jedem Altar spendete Pfarrer Böck - begleitet von Ehrensalut - den Segen. Mit dem „Te Deum“ in der festlich dekorierten Pfarrkirche ging die Feier zu Ende.

 

30.05.2016: Segen für das neue Floriani-Bild

Pfarrer Christian Böck segnete während der Fronleichnamsprozession, gleich neben dem ersten Altar, das neu gemalte Floriani-Bild in der Hausmauernische beim Anwesen Pischl, Jägerwirth. Von welchem Ereignis es erzählt und warum es gestiftet wurde, darauf hatte Pfarrer Böck die Gläubigen schon während des Gottesdienstes eingestimmt.

„Das Bild in der Mauernische beim Pischl erinnert an den 6. August 1952. Am Abend zog damals ein schweres Gewitter über Jägerwirth auf und gegen 22 Uhr schlug ein Blitz im Pischl-Haus, also mitten im Dorf ein. Die Leute liefen auf die Straße, die Kirchenglocken läuteten. Das Haus brannte sofort lichterloh. Durch den starken Wind flogen Funken und Feuerfetzen auf die benachbarten Häuser zu. Auf den Häuserdächern war viel trockenes Moos, so dass auch diese Häuser Gefahr liefen Feuer zu fangen. Die größte Gefahr ging aber von der damaligen Tankstelle beim Bus Aigner aus, nur 30m vom brennenden Pischl-Haus entfernt. Dort waren in den Tanks mehrere tausend Liter Benzin und Diesel gelagert. Nicht auszudenken, wenn der Kraftstoff Feuer gefangen hätte, es wäre zweifellos zu einer Katastrophe im Dorf gekommen! Feuerwehren aus Passau und Vilshofen konnten diese hochgefährliche Stelle sichern. Die Löscharbeiten der zahlreichen Feuerwehren wurden dadurch erschwert, dass es kein Löschwasser gab. Das Wasser musste erst aus den weit entfernten Weihern beim Salzer und beim Butzenberger herbeigeschafft werden. Die ganze Nacht hindurch wurde gelöscht, am nächsten Tag standen nur noch die Grundmauern des Anwesens.

Man muss sagen: Jägerwirth hatte es neben den tüchtigen Feuerwehren auch dem gütigen Beistand des Hl. Florian zu verdanken, dass der Brand nicht auf andere Häuser übergriff und die Tankstelle gesichert werden konnte.

Als Dank dafür, dass es trotz des großen Unglücks zu keiner Katastrophe gekommen war, ließ die Familie Pischl von einem Wandermaler aus dem Bayerischen Wald (vom "Maler Kurt“) dieses Florianbild in der Mauernische anbringen. Über sechzig Jahre war es seither Wind und Wetter ausgesetzt, so dass man zuletzt nur noch Umrisse erkennen konnte. Ein paar engagierte Bürger, die Fam. Pischl und die Restaurierungswerkstätte Josef Kreilinger aus Kemating haben es nun möglich gemacht, dass das Bild wieder in altem Glanz erstrahlen kann und die Nachwelt an dieses einschneidende Ereignis aus der Jägerwirther Geschichte erinnert.“

 

13.05.2016: Zufahrt nach Heiligenbrunn bis 17. Juni gesperrt!

Aufgrund von Hochwasserschäden ist die Zufahrt nach Hl.-Brunn über die Gemeindeverbindungsstraße Obereichet bis auf Weiteres nicht möglich.

Die Straße ist ab der Zufahrt zum Anwesen Stangl komplett gesperrt (Die Straße ist im Bereich der Bachquerung komplett eingebrochen.Es muss der Durchlass erneuert und die Straße neu aufgebaut werden.)

Die Marktgemeinde Fürstenzell hat inzwischen die Firma Berger Bau aus Passau beauftragt, die Straße zu reparieren. In der nächsten Woche beginnen die Bauarbeiten, spätestens bis zum 17. Juni sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

 

 

 

 

10.05.2016: Fest Christi Himmelfahrt - Erdverbunden himmelwärts

Zelebrierten den Gottesdienst: Pfarrer Christian Böck, Pater Dr. Hermann-Josef Zumsande

Es ist ein schöner Brauch in Jägerwirth, dass das Dorffest immer an Christi Himmelfahrt beginnt, aber nicht im Bierzelt, sondern in der Kirche. Auch in diesem Jahr zogen die örtlichen Vereine mit ihren Fahnen und viele Gläubige zur Kirche. Den Festgottesdienst zelebrierten Pfarrer Christian Böck und Pater Dr. Hermann-Josef Zumsande, für die musikalische Umrahmung sorgte der Kirchenchor. Mit einer schönen Anekdote über Thales von Milet (628 – 550 v. Chr.) begann Pfarrer Böck seine Predigt.

Eine Magd hatte gesehen, wie dieser Naturphilosoph aus Kleinasien in eine Grube gefallen ist. Sie musste schallend lachen und meinte: „Du schaust zum Himmel und denkst über die Unendlichkeit nach, aber die Grube vor Dir hast Du nicht gesehen!“

Die Lehre für uns Christen? Einerseits gebe es die Sehnsucht, die Suche nach dem Himmel, die uns Menschen antreibt, so Pfarrer Böck. In der Lesung aus der Apostelgeschichte stieße dieses "weltfremde, einseitig himmelorientierte" Verhalten aber auf Unverständnis: „Während sie unverwandt ihm nach zum Himmel emporschauten, standen plötzlich zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor?“ Mit dem Fest Christi Himmelfahrt werde der Blick auch wieder auf die Erde zurückgelenkt, auf den Weg, den wir vor uns haben und den wir gehen und ausgestalten sollen, mit “geerdeten“ guten Taten, mit Nächstenliebe im Umgang mit unseren Mitmenschen. So würden wir erdverbunden himmelwärts gehen. Nach dem feierlichen Te Deum bewegte sich der Festzug durch Jägerwirth in Richtung Festzelt und das Dorffest konnte beginnen.

 

04.05.2016: Saisonstart für den Bibelgarten

Quelle: PNP vom 04.05.2016

 

26.04.2016: Zum ersten Mal am Tisch des Herrn

Neun Kinder aus Jägerwirth und Rehschaln empfingen am vergangenen Sonntag zum ersten Mal die heilige Kommunion: Leonie Zitzelsberger, Amelie Danninger, Tom Pretzer, Marco Voggenreiter, Lena Baumgartner, Elena Paul, Jonas Gotzler, Jonas Friedl und Patricia Friedl.

Pfarrvikar Pater Joseph, der den Gottesdienst unter dem Motto „Jesus, das Brot des Lebens“ zelebrierte, dankte allen, die dieses festliche Ereignis mitgestalteten: Dem Team um Michaela Mendl, Gisela Hausmann, Anja Kessler, Petra Rosenauer, Irmgard Kapsner und Jutta Fischer, die die Kinder seit mehreren Wochen auf ihren großen Tag vorbereiteten, dem Rhythmo-Chor unter Leitung von Petra Thaller, der mit seinen schwungvollen Liedern für einen großartigen musikalischen Rahmen sorgte, und den Firmlingen, die sich um die Organisation des Stehempfangs nach dem Gottesdienst kümmerten.

 

19.04.2016: Alles neu macht der Mai!

Mit diesem Sprichwort macht Pfarrer Christian Böck im demnächst erscheinenden Mai-Pfarrbrief auf zwei bedeutende Neuerungen im Pfarrverband aufmerksam: Es gibt ab sofort nur noch einen monatlichen Pfarrbrief für den gesamten Pfarrverband, und die personelle Besetzung im Pfarrbüro hat sich geändert.

„….Es war mir als Pfarrer und allen Verantwortlichen in den einzelnen Pfarreien wichtig, dass ein gemeinsamer Pfarrbrief erstellt wird, der e i n e Gottesdienstordnung für alle Kirchen unseres Pfarrverbandes aufweist. So bietet die Gottesdienstordnung schnell einen Überblick, wann und wo in unserem Pfarrverband eine Heilige Messe gefeiert wird und erleichtert auch, gegebenenfalls einen Gottesdienst in der Nachbarpfarrei innerhalb des Pfarrverband zu besuchen. Wir haben uns auch bemüht, alle sonstigen Termine und Informationen kompakt und komprimiert zu gestalten und damit einen sachlichen Überblick über alle Veranstaltungen im Pfarrverband zu bieten….

Herzlich darf ich unseren Pfarrsekretärinnen danken – tatkräftig unterstützt von Gemeindereferentin Barbara Kalchauer – für die Erstellung des Pfarrbriefs und Herrn Josef Hechberger, der sich um die Gestaltung des Pfarrbrief-Logos gekümmert hat.  In unserem Pfarrbüro sind  - nach dem Ausscheiden von Frau Danner - seit 1. April drei Damen tätig: Frau Maria Waldpaintner mit 20 Wochenstunden, und neu: Frau Michaela Voggenreiter mit 18 Stunden und Frau Andrea Wagner mit sechs Stunden, die sich vor allem um die Buchhaltung kümmern wird. Herzlich willkommen den neuen Sekretärinnen und auf eine gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Seelsorgeteam und den Pfarrangehörigen, die das Pfarrbüro aufsuchen….“

 

12.04.2016: Einladung zum Abend der Ehejubilare am 7. Mai

Auch in diesem Jahr wollen die Pfarrgemeinderäte des gesamten Pfarrverbandes ihren Ehejubilaren einen festlichen Abend bereiten. Eingeladen sind alle Jubelpaare, die mind. 25 Jahre verheiratet sind, im Laufe des Jahres einen runden Hochzeitstag feiern (also 1991, 1986, 1981, 1976...geheiratet haben) und im Pfarrverband Fürstenzell wohnen.

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr mit dem Vorabendgottesdienst in der kath. Pfarrkirche Fürstenzell. Bei der anschließenden Feier erwartet Sie ein buntes Programm mit Abendessen und Kaffee und Kuchen zu fortgeschrittener Stunde.

Falls Sie sich für diesen Abend interessieren, melden Sie sich bitte schriftlich (Anmeldebogen zum Ausdrucken im "Download"-Bereich dieser Homepage) bis spätestens 22. April 2016 im Kath. Pfarramt, Marienplatz 14, 94081 Fürstenzell an. Benötigt wird ein Hochzeitsfoto, Ihre Adresse und das Datum der Eheschließung.

Aus organisatorischen Gründen kann keine persönliche, schriftliche Einladung erfolgen. Sie erhalten aber rechtzeitig eine Bestätigung Ihrer Anmeldung mit weiteren Informationen. Um einen Unkostenbeitrag wird gebeten.

Gez. die Pfarrgemeinderäte des Pfarrverbandes Fürstenzell

 

29.03.2016: Ostern ist ein Fest der Hoffnung und Zuversicht

Von der Karfreitagsdepression bis zur frohen Botschaft vom Auferstandenen: Zahlreiche Gläubige aus der Pfarrgemeinde wohnten den Ostergottesdiensten in der Jägerwirther Kirche bei. Genau diese beiden extremen Stimmungen zwischen "zu Tode betrübt" und "himmelhochjauchzend" griff auch Pater Joseph in seiner Predigt am Ostersonntag auf. In Rekurs auf Kirchenvater Augustinus, der sagte, alles in diesem Leben sei unsicher, sicher sei nur der Tod, stellte er sich die hypothetische Frage, was gewesen wäre, wenn die christliche Lehre am Karfreitag aufgehört hätte. Was wäre geblieben? Leiden, Tod, Trauer, kleinmütige, unsichere Apostel, das Phänomen der Auferstehung nur in der Schrift und in den Worten des Herrn? Die Osterbotschaft von der Auferstehung sei die Überwindung des Todes durch das Leben, sie gebe allen Hoffnung und Zuversicht. Auch den Aposteln Petrus und Paulus damals, die nun die Botschaft von der Auferstehung furchtlos in der Öffentlichkeit verkündeten. Dieses aktive, überzeugte Einmischen in den gesellschaftlichen Diskurs um den christlichen Glauben, das Eintreten dafür sollten auch wir Gläubige wieder mehr wagen, mit der gewonnenen Hoffnung und Zuversicht aus der Osternacht, so Pater Joseph. Ihren feierlichen musikalischen Höhepunkt erreichten die Ostertage in Jägerwirth am Ostermontag. Der Kirchenchor sang wieder die Krönungsmesse von W.A. Mozart und setzte mit dem „Hallelujah“ aus Georg Friedrich Händels „Messias“ einen fulminanten Schlusspunkt. Pfarrer Christian Böck und die Kirchengemeinde sparten zurecht nicht mit Lob und Applaus!

 

15.03.2016: Kinderbibeltag in Jägerwirth

Es ist Samstag und jede Menge los in der Grundschule Jägerwirth. 30 Schülerinnen und Schüler hören die biblische Geschichte des Tobit aus dem alten Testament, anschaulich in Szene gesetzt durch Mitglieder des Leitungsteams der Pfarrei Jägerwirth.Tobit lebte in der Fremde, bewahrte dort gegen alle Widerstände seinen jüdischen Glauben. Er erblindet und schickt seinen Sohn Tobias auf eine lange, gefährliche Reise. Dank der Begleitung durch den Engel Raphael besiegt dieser einen riesigen Fisch und kehrt wohlbehalten zurück.

In kleinen Gruppen vertiefen die Kinder das biblische Geschehen: wie ist es blind zu sein, wann brauchen wir Mut und besiegen unsere Angst, welche Engel begleiten uns in unserem Leben, was ist uns an unserem christlichen Glauben wichtig, was würden wir davon in der Fremde bewahren.

Die Dorfrally danach sorgte für Abwechslung und reichlich Bewegung.

In den kreativen Angeboten am Nachmittag wurde zum Reisesegen ein kleiner Engel gebastelt, Dankeskarten für Engel, die einem durchs Leben begleiten, liebevoll beschriftet und verziert, duftende Salbe hergestellt und damit die Hände massiert und ein Fühleparkur durchlaufen.

Anschließend hieß es, das Freudenfest vorzubereiten, zu dem Tobit alle einlädt, um die Rückkehr seines Sohnes zu feiern: es wurde dekoriert, Köstlichkeiten für das Buffet vorbereitet, Tänze und Musik einstudiert. Alle feierten mit. Dann war der Kinderbibeltag in Jägerwirth zu Ende und bis Montag kehrt wieder Ruhe ein in der Grundschule (Text: Michaela Mendl).

 

10.03.2016: Kommunionkinder und Firmlinge stellen sich vor

Zehn Firmlinge und neun Erstkommunionkinder werden zurzeit von Tutoren auf ihren großen Tag vorbereitet: Die Firmlinge von Pfarrer Christian Böck (auf dem Foto re. neben ihm: Pfarrpraktikant Simon Steinbauer), Pater Joseph und Barbara Kalchauer, die Kommunionkinder von (dritte Reihe von rechts) Anja Kessler, Michaela Mendl und Gisela Hausmann, sowie (nicht auf dem Foto) Irmgard Kapsner, Petra Rosenauer und Jutta Fischer.

In originellen Beiträgen stellten sie sich der Pfarrgemeinde vor, Hans Mendl umrahmte mit einer Instrumentalgruppe den Gottesdienst. Pfarrer Böck griff in seiner Predigt das Thema des Evangeliums auf, die Geschichte vom verlorenen Sohn. Als frohe Botschaft daraus gab er den Kindern mit auf ihren Weg: „Gott ist wie ein barmherziger Vater. Er akzeptiert alle unsere Entscheidungen, auch Fehlentscheidungen. Seine Tür steht immer offen!“  

Diese Kinder aus Jägerwirth und Rehschaln (1. Reihe von links) werden am 24. April Erstkommunion in Jägerwirth feiern: Leonie Zitzelsberger, Amelie Danninger, Tom Pretzer, Marco Voggenreiter, Lena Baumgartner, Elena Paul, Jonas Gotzler, Jonas Friedl, Patricia Friedl.

Und diese Mädchen und Buben aus Jägerwirth werden am 3. Juni in Fürstenzell das Sakrament der Firmung empfangen: (2. Reihe von links) Celina Niederhofer, Antonia Jäger, Felix Danninger, Daniel Schafflhuber, Marcel Stadler, Simon Hopper, Verena Krompaß, Annalena Aigner, Johannes Aigner (nicht auf dem Foto: Julian Wagner).

 

29.02.2016: Indien zu Gast in Jägerwirth/Voglarn

Indien besser kennenlernen, war Thema des aktuellen Vortragsangebotes des  Frauenbundes Jägerwirth. Als Referent konnte Pater Joseph Amalraj, seit 2015 neuer Kaplan im Pfarrverband Fürstenzell, gewonnen werden. Fast 70 Zuhörer lauschten aufmerksam, was der sympathische Kaplan über seine Heimat zu erzählen wusste. In perfektem Deutsch berichtete Pater Joseph über die große Vielfalt an Regionen, Klimazonen, Schulsystemen, Religionen, die alle in Indien beheimatet sind. Insgesamt gibt es 21 Sprachen und eigene Schriften und über 1750 verschiedene Dialekte im bevölkerungsmäßig zweitgrößten Land der Erde – 1,2 Milliarden Menschen zählt Indien.

Traditionsgemäß leben dort die Menschen in Großfamilien, in denen der Großvater die oberste Autorität darstellt.  Immer noch gibt es leider weitverbreitet Kinderarbeit, obwohl dies überwiegend schon verboten ist. Um die Familie aber ernähren zu können, müssen viele Kinder einfach Geld dazuverdienen – teilweise zu Hungerlöhnen von umgerechnet 50 Cent pro Tag, wie beispielsweise in Steinbrüchen, als Müllsammler, in Teppich- und Streichholzfabriken. In Kinder-Slums leben viele Kinder oft unter erbärmlichen Verhältnissen.

Pater Joseph konnte aber auch von Verbesserungen vor allem im Schulsystem berichten. Sehr gute Ausbildung kann in Privatschulen erworben werden, jedoch zu hohen Gebühren, die sich viele Familien nicht leisten können. Aber auch die staatlichen, gebührenfreien Schulen haben viel an Qualität dazugewonnen.

Sehr interessiert waren die Zuhörer beim Thema Religionen, deren meist verbreitete der Hinduismus mit einem Anteil von fast 80% ist. Christen sind mit nur 2,3% in der Minderheit, aber gut organisiert und vor allem in der Bildungsvermittlung sehr aktiv. Viele Fragesteller interessierten sich für die besondere Stellung der Kühe, die  in Indien verehrt werden. Sie gilt dort als Mutter allen Lebens und wird mit großem Respekt verehrt. „Wer eine Kuh tötet, gilt als Mörder“, so Pater Joseph.

Gerade für die Frauen im Publikum waren die Ausführungen über die Küche Indiens, Schmuck und Kleidung besonders faszinierend. Das Anlegen eines Sari mit über 6 Meter Stofflänge will geübt sein – da haben es die Frauen in Jägerwirth schon deutlich leichter – war deren einhelliger Tenor.

Pater Amalraj erzählte gerne auch über seine Familie in Südindien. Seine Eltern und vier Geschwister leben dort in Tamil Nadu, im Süden Indiens, wo er im Alter von 15 Jahren in das Kloster eingetreten war. Seitdem gehört er zur "Kongregation der Missionare des Heiligen Franz von Sales". Dass Joseph Priester wurde, hat er seiner Tante und Klosternonne Francismary zu verdanken, die ihn bis ins hohe Alter von 94 Jahren immer wieder drängte und motivierte „du musst Priester werden“. Im Jahr 2000 fand die Priesterweihe in Indien statt. 2008 kam Pater Joseph nach Nordrheinwestfalen und erlernte am Goetheinstitut die deutsche Sprache, die er heute akzentfrei beherrscht. Nach Seelsorgearbeit in Schöllnach konnte ihn der Pfarrverband Fürstenzell als Kaplan gewinnen.
Joseph Amalraj bleibt seiner indischen Heimat aber auch weiterhin aus der Ferne eng verbunden. Mit weiteren Aktiven hat er ein Projekt in Südindien gestartet, das ein großes Kinderheim mit fünf Häusern betreibt, in dem vor allem Kinder aus Familien ohne Vater – die meisten haben Frau und Kinder wegen Alkoholproblemen einfach verlassen – eine neue Heimat und Schulbildung erhalten. Am Ende des interessanten Vortrages konnte die Vorsitzende des Frauenbundes Jägerwirth, Jutta Fischer, eine schönes Sammelergebnis der aufmerksamen Gäste des Abends überreichen. Und die Besucher konnten auch dank der vielen gezeigten Bilder neue Eindrücke und Wissenswertes über dieses riesige Land Indien mit nach Hause nehmen (Text: Heinrich Fuller, Foto: Reinhold Stadler)

 

25.01.2016: Sitzung des Pfarrgemeinderats

Zu einer regelmäßigen Sitzung trafen sich die Mitglieder des Pfarrgemeinderats am 20. Januar im Pfarrheim. Anwesend waren auch Alois Wimmer (Kirchenpfleger) und Elisabeth Auberger (Leiterin des Kindergartens). Vorsitzender Franz Rosenauer hatte die Tagesordnung ausgearbeitet. Ein Schwerpunkt war ein Rückblick auf die Veranstaltungen seit der letzten Sitzung am 13. Oktober 2015, der andere die Vorschau auf Ereignisse im Pfarrleben bis zur Jahresmitte 2016.

Übereinstimmend wurde festgestellt, dass die Andachten und Gottesdienste in der Advents- und Weihnachtszeit gut besucht waren. Ein Höhepunkt war die Aufführung der Krönungsmesse von W.A. Mozart am Patroziniumsfest.

Zu den anstehenden Kreuzwegandachten wurde angemerkt, dass der Frauenbund an einem Sonntag in der Fastenzeit zu einer Kreuzwegandacht nach Neureichenau fahren wird (Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben, in Jägerwirth wird an diesem Sonntag keine Kreuzwegandacht stattfinden). Auch am Palmsonntag wird keine Kreuzwegandacht sein. Am Gründonnerstag wird zum ersten Mal in Jägerwirth kein Gottesdienst sein, die Pfarreien des Pfarrverbands werden gemeinsam in der Pfarrkirche Fürstenzell feiern (mit Fußwaschung).

An Terminen für die nächsten Monate wurden bekannt gegeben: Kommunion in Jägerwirth (24. April, 10.00 Uhr), Christi Himmelfahrt mit Kirchenzug (Do, 5. Mai, 10.00 Uhr), Ehejubiläum in Fürstenzell (7. Mai), Fronleichnam (Sonntag, 29. Mai, 9.00 Uhr!), Firmung in Fürstenzell (3. Juni, 9.00 Uhr), Sommerfest des Kindergartens Jägerwirth (4. Juni). Die nächste Sitzung des Pfarrgemeinderats wird am Do, 9. Juni, um 20.00 Uhr im Pfarrheim sein.

 

06.01.2016: Sternsinger zogen von Haus zu Haus

„In Herrlichkeit erscheinet, der Herr der ganzen Welt. In seiner Hand liegt Allmacht, die alles trägt und hält. Gewaltig ist sein Tun, sein königliches Walten, sein göttlich Herrschertum.“ Mit diesem Lied zogen die Ministranten Mitte der 70er Jahre in der Pfarrgemeinde drei Tage lang von Haus zu Haus, so auch der Autor dieser Zeilen.

Über 40 Jahre sind seither vergangen, und es hat sich einiges geändert – Vor der Haustüre sagen die Minis heute ein Sprüchlein auf, brauchen nur noch einen Tag zum Sternsinger gehen und werden auch schon mal mit dem Auto gefahren. Aber es ist auch vieles gleich geblieben: Alle sind mit Feuereifer bei der Sache und schreiben gerne mit Kreide die drei Buchstaben C+M+B 2016  (die Abkürzung für: Christus + Mansionem + Benedictat = Christus segne dieses Haus) an die Haustüren. Sie verteilen Weihrauch an die Gläubigen und sammeln für die Bedürftigen dieser Welt, heuer für arme Kinder in Bolivien. Angeführt werden sie nach wie vor von einem Sternenträger, in Anlehnung an die Weihnachtsgeschichte, in der Kaspar, Melchior und Balthasar dem Stern zum Stall von Bethlehem folgten. Im Gottesdienst am 6. Januar dankte Pfarrer Böck allen Haushalten, die die Sternsinger so wohlwollend empfangen und großzügig gespendet haben, insgesamt 1146 EUR. In seinen Dank schloss er auch die Fahrer ein, die mithalfen, dass die Minis ihr straffes Programm bewältigen konnten.

 

05.01.2016: Pfarrgemeinde feiert mit Mozart

Mozart-Klänge in der Jägerwirther Pfarrkirche:  Dieses nicht alltägliche Ereignis bot der Kirchenchor Jägerwirth den Besuchern aus Anlass der Feier des Patroziniums der Pfarrkirche Heilige Familie. Unter Leitung von Rosemarie Krautloher wurde die Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart aufgeführt, begleitet von Streichinstrumenten und Gerd Niederhofer an der Orgel. Am Ende des Gottesdienstes gab Pfarrer Christian Böck bekannt, dass die Homepage der Pfarrei - passend zum neuen Kirchenumfeld - neu gestaltet wurde und ab sofort wieder im Internet zu finden ist. Mit der feierlichen Segnung und Aussendung der Sternsinger fand das Patroziniumsfest seinen Abschluss.

 

 

27.12.2015: Weihnachten in Jägerwirth - Gott ist Mensch geworden

Dies war nicht nur die zentrale Botschaft der Papstansprache auf dem Petersplatz, sondern auch der Feiertagspredigten in Jägerwirth von Pfarrer Böck und Pater Joseph: Sowohl am 4. Advent, an dem der Gottesdienst von den Hartkirchener Bläsern umrahmt wurde, als auch in der Christmette mit dem Kirchenchor Jägerwirth und beim Festgottesdienst am ersten Weihnachtsfeiertag. Man dürfe an Weihnachten nicht vergessen, wer eigentlich der Gastgeber sei, warum wir eigentlich Weihnachten feiern. Es sei die Geburt des menschgewordenen Sohnes Gottes, eine göttliche Entscheidung mit weitreichenden Konsequenzen. Entscheidungsfreude, Treue, Barmherzigkeit – gerade diese Werte seien aber in unserer Gesellschaft immer mehr auf dem Rückzug, stattdessen regieren Wechselhaftigkeit, Opportunismus und falsch verstandene Flexibilität. Nur wer den Mut habe zu entscheiden und zu Entscheidungen zu stehen, könne auch glücklich und zufrieden werden, sagte Pfarrer Böck in der von Alois Wimmer mit seinem Team festlich geschmückten Jägerwirther Kirche. Blickfang ist natürlich der im Chorraum aufgestellte Christbaum, der von Walter Hinterheller gespendet wurde; daneben vor dem Mittelaltar eine Holzkrippe mit dem Christuskind und am rechten Seitenaltar die großartige, von Manfred Huber errichtete Krippenanlage, die die Geburtsszene im Stall von Bethlehem festhält.

 

29.11.2015: Pfarrgemeinde dankt den Ministranten

Jahrelang waren sie fleißige und zuverlässige Messdiener in Jägerwirth – nun beenden (v.li.) Andy Huber, Christina Danninger und Steffi Huber ihren Dienst. Eine große Dankesfeier sei es heute, sagte Pfarrer Christian Böck. Dank für die einen für viele Jahre ministrieren, Dank an die anderen dafür, dass sie jetzt diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen. Es sind dies (v.re.) Tobias Silbereisen und Leonie Maier, die offiziell in ihren Dienst eingeführt wurden. Als äußeres Zeichen, dass sie nun der Ministrantengemeinschaft angehören, erhielten sie eine Plakette und einen „Dienstführer“ verliehen. Vorbereitet hatten den Festgottesdienst die Oberministrantinnen Theresa Stadler und Anna-Lena Huber, für die musikalische Umrahmung sorgte der Rhythmo-Chor unter der Leitung von Petra Thaller (Foto: Reinhold Stadler).

 

22.10.2015: Aussendungsfeier für Gemeindereferentinnen

Der 17. Oktober 2015 wird bestimmt ein großer Tag in ihrem Leben bleiben: Barbara Kalchauer, unsere allseits geschätzte Gemeindeassistentin im Pfarrverband Fürstenzell, erhielt von Bischof Stefan Oster zusammen mit drei Kolleginnen die offizielle Aussendung zu ihrer Tätigkeit als Gemeindereferentin. Eine intensive Ausbildung fand nun mit dem Festgottesdienst in der Pfarrkirche Fürstenzell einen würdigen Abschluss. Wirkungsstätte wird für die studierte Religionspädagogin der Pfarrverband Fürstenzell bleiben. Auch die Leitziele ihrer Arbeit, nämlich mitzuhelfen, den Gläubigen Gott nahe zu bringen und gemeinsam mit ihnen Gott zu erleben,  ob in der Ministranten- und Jugendarbeit, Erstkommunion- und Firmungsvorbereitung, im Unterricht in der Grundschule oder in der Gestaltung von Wortgottesdiensten, auch diese Leitziele werden sich nicht ändern. Wir vom Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung wünschen ihr für ihre zukünftige Arbeit viel Glück und Geschick und freuen uns auf die Fortführung der guten Zusammenarbeit (Foto: Alfons Sagmeister/via PNP).

 

09.10.2015: Erntedank mit Willkommensgrüßen

Das Erntedankfest in Jägerwirth wurde in diesem Jahr von zwei besonderen Ereignissen mitbestimmt. Zum einen stellte sich im Gottesdienst der neue Pfarrvikar P. Joseph Amalraj aus Indien vor. Ihm wurde von der Pfarrgemeinde ein herzlicher Empfang bereitet. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Franz Rosenauer und Frauenbund-Vorsitzende Jutta Fischer überreichten ihm als Einstandsgeschenk die Jägerwirther Pfarrchronik. „Gemeinsam mit euch Gott erleben“ sei das Motto seiner Seelsorge, so P. Joseph. Er rief die Gläubigen dazu auf, sich aktiv in diese Begegnungen mit Gott einzubringen. Beim Stehempfang nach dem Gottesdienst begrüßte ihn der Musicalverein mit Liedern aus „Joseph“ und „Moses“, auch die anderen Ortsvereine erwiesen ihm in ihren Uniformen die Ehre.

Zum anderen konnte Kirchenpfleger Alois Wimmer bekannt geben, dass die Kollekte bei der Friedenswallfahrt in Heiligenbrunn ein schönes Ergebnis erbracht hätte. Das beherrschende Thema in der Predigt von Domkapitular Josef Ederer sei die schwierige Flüchtlingssituation gewesen, und was liege da näher, als den Spendenerlös Flüchtlingskindern zu widmen. Da auch den Kindergarten in Jägerwirth Flüchtlingskinder besuchen und vielfältiger Unterstützung bedürfen, überreichte Wimmer an Kindergartenleiterin Elisabeth Auberger und Pfarrer Christian Böck einen symbolischen Scheck in Höhe von 422 EUR.

 

10.07.2015: Gläubige feiern Bibelgartenjubiläum

Jägerwirth erneuert sich, auch um die Kirche herum! Davon konnte sich die Kirchengemeinde beim Pfarrfest ein Bild machen: Es gibt nun einen wunderbar gestalteten Kirchplatz, ein Glasbild mit der Heiligen Familie vor dem westlichen Seitenportal, ein in den Boden eingelassenes Steinlabyrinth vor dem Hauptportal sowie eine neue Urnenwand und die Oase der Ruhe im Friedhof. Sehr gepflegt und wie neu präsentiert sich auch - direkt im Anschluss an den Kirchplatz - der weithin bekannte Moses-Bibelgarten. Inspiriert vom Jägerwirther Musical „Moses“ hatten vor zehn Jahren Prof. Hans Mendl und zahlreiche Helfer die Gelegenheit ergriffen, ein Stückchen Orient in Jägerwirth heimisch werden zu lassen.

Anlässe also genug für die Pfarrgemeinde, um inne zu halten und zu feiern! Die Einsegnung des Kirchenumfelds nahmen Pfarrer Christian Böck und Pater Dr. Hermann-Josef Zumsande vor, danach wurde bis in die Nacht hinein bei biblischen Speisen mit Tanz und Gesang gefeiert. Alois Wimmer und Kollegen der Karl-Obermaier-Schule in Passau hatten das Mahl zubereitet, dazu wurde eine Weltneuheit serviert: der „Voglarner Mostchampagner“, angesichts der tropischen Temperaturen eine willkommene Erfrischung.

 

30.04.2015: Erstkommunion war ein Fest für die ganze Pfarrgemeinde

Vier Mädchen und fünf Jungen aus Jägerwirth und Umgebung durften in diesem Jahr zum ersten Mal am Abendmahl teilnehmen und die heilige Kommunion empfangen. Es waren dies: Barbara Bock, Leonie Maier, Hanna Meisinger, Clara Sonnleitner, Jonas Holler, Moritz Schmid, Moritz Schmid, Tobias Silbereisen und Jonas Ratzinger.

Viele Mitglieder der Pfarrgemeinde trugen dazu bei, dass es ein eindrucksvoller Tag für die Kommunionkinder wurde: Pfarrer Christian Böck, der in seiner kurzweiligen Predigt den Kindern mit auf den Weg gab, mit ihren Mitmenschen genauso wie mit Gott in Verbindung zu bleiben, im Reden wie auch im Zuhören, der Rhythmo-Chor unter Leitung von Petra Thaller, der mit seinen schwungvollen Liedern für den musikalischen Rahmen sorgte, das Team um Michaela Mendl, Gisela Hausmann, Anja Stadler und Petra Rosenauer, die die Kinder seit mehreren Wochen auf ihren großen Tag vorbereiteten, die Mitglieder des Firmungsprojekts (Franz Rosenauer, Franziska Preiss, Sarah Rosenauer), die sich um die Organisation des Stehempfangs nach dem Gottesdienst kümmerten, und nicht zuletzt die vielen Gläubigen in der vollbesetzten Jägerwirther Pfarrkirche, die mit ihrem Besuch für einen würdigen äußeren Rahmen der Kommunionfeier sorgten.